#closebutnobanana

Das Projekt

 

Nah dran, aber eben nicht so ganz“.  Mit dieser Tatsache setzen sich die fünf GEDOK-Künstlerinnen in ihrer künstlerischen Arbeit #closebutnobanana auseinander und werfen den Blick auf jüdisches Leben in Verbindung zu Karlsruhe – einer Stadt, in der jüdische Bürger*innen bereits seit ihrer Gründung vor mehr als 300 Jahren leben.

Das künstlerische Konzept gibt Einblicke in das heutige Leben junger Jüdinnen und Juden und richtet sich gegen stereotype Ausgrenzungen unter anderem die von Antisemiten getroffene Pauschalisierung „DIE Juden“.

Ob säkular, orthodox, traditionell oder liberal – die junge Generation steht stellvertretend für eine Vielfalt gelebter Lebensentwürfe. Die Botschaft lautet hier: Ich bin so viel mehr! Nicht allein meine Religion oder mein traditionelles bzw. liberales Kulturbewusstsein, sondern mein Leben als Individuum mit vielfältigen Hobbys, Vorlieben, Eigenschaften machen mich aus. In der Reflexion innerhalb der Künstlerinnengruppe wirft diese Botschaft persönliche Fragestellungen auf: Wo ist jüdisches Leben unverdeckt in Karlsruhe sichtbar? Wer von uns hat eigentlich jüdische Freunde? Warum fällt es uns so schwer, unbefangen über das Thema „Juden“ zu reden? Warum ist unser eigener Umgang geprägt von Ängsten, Unsicherheit und Schuldgefühlen? In Diskussionen untereinander, aber auch in den eigenen erweiterten Freundeskreisen wird klar, es ist noch lange nicht „alles banana“.
Die Künstlerinnen entschließen sich, ihren eigenen Blick als gesellschaftliche Spiegelung einzubringen und sich auf den Weg zu machen. Um zu versuchen, mit künstlerischen Mitteln die Vielfalt und Normalität jüdischen Lebens im Austausch mit Juden und Jüdinnen in Karlsruhe sichtbar und zugänglich zu machen.
Die künstlerische Umsetzung findet in Form von diversen Aktivitäten und performativen Handlungen sowohl im öffentlichen Raum als auch in Innenräumen statt.


Impetus
Ziel von #closebutnobanana ist es
zum einen, den Blick auf Selbstverständlich-
keiten und Normalität im Alltagsleben frei zu

legen und Wahrnehmungen zu schärfen.

Zum anderen soll das Projekt Denkanstöße geben und im Besonderen auch eigene, vielleicht vorgefertigte Vorstellungen über das Leben jüdischer Mitbürger*innen
in Frage stellen.